Ein guter Rat ist nicht teuer


Gartenarbeit im Sommer? - Es gibt einiges zu tun!
Die Sommermonate Juli und August zeigen sich von ihrer besten Seite. Um nicht einen tristen Garten vorzufinden, sollten Sie trotz sommerlichen Temperaturen eine regelmäßige Gartenpflege durchführen. Natürlich hier bitte beachten: nicht in praller Mittagshitze Gartenarbeiten verrichten!

Was ist zu tun?
Ist Ihr Rasen noch nicht von der Sonne verbrannt, sollten Sie diesen regelmäßig mähen. Ratsam ist aber kein zu kurzer Schnitt. So vermeiden Sie Verbrennungen, falls die Sonne doch mal stärker scheint. Anfallenden Rasenschnitt kompostieren Sie richtig, indem Sie unter das Schnittgut gehäckselte Äste und Zweige mischen. Das sorgt für eine gute Durchlüftung und verhindert Fäulnis und unangenehme Gerüche. Der stickstoffreiche Rasenschnitt sorgt zusätzlich für eine schnellere Zersetzung der Äste und Zweige.

In den Sommermonaten ist der Form- und Pflegeschnitt an Hecken und Büschen erlaubt. Aber achten Sie auf Brutstätten von Vögeln. Dann warten Sie lieber mit der Pflege. Der radikale Beschnitt von Büschen und Hecken ist allerdings nur von September bis März erlaubt. Tipp: Der beste Monat für das Beschneiden von Buchsbäume ist der August!

Damit Blütenstauden lange blühen, können Sie verwelkte Blüten regelmäßig abschneiden. Die meisten Stauden bilden immer wieder neue Blüten. Auch der Lavendel darf nun zurück geschnitten werden. Faustregel: Triebe werden ca. 1/3 gekürzt. Der große Rückschnitt vom Lavendel erfolgt im Frühjahr. Große Stauden kann man in den Sommermonaten optimal teilen: ausgraben, mit den Spaten teilen, einpflanzen. Gießen nicht vergessen!

Sommerblumen können bis in den Herbst hinein ihre volle Blütenpracht behalten, wenn diese alle zwei bis vier Wochen gedüngt werden. Arten wie Fleißiges Lieschen, Begonien, Salvien, Astern, Zinnien oder Löwenmaul danken Ihnen die Pflege mit voller Blütenpracht.

Der Juli ist oft Blattlausmonat. Nimmt der Blattlausbefall überhand, kann mit einem nützlingsschonenden Mittel gespritzt werden. Die natürlichste Bekämpfung sind aber Marienkäfer, Schlupfwespen oder Florfliegenlarven.

Der August eignet sich ideal für das Anpflanzen von Steppenkerzen, Lilien und immergrüne Gehölze. Bitte vergessen Sie hier nicht das angießen, bzw. einschlämmen.

Sollten die Sommermonate sehr trocken sein, ist regelmäßiges Gießen ratsam. Idealerweise morgens und abends, wenn die Sonne noch nicht ihre volle Kraft hat. Aufgefangenes Regenwasser eignet sich für das Bewässern Ihrer Pflanzen und Blumen hervorragend. Aber Achtung: Durch die lange regenlose Zeit ist das Wasser kostbar geworden. Bitte vermeiden Sie unnötige Wasserverschwendung.



Hecken und Büsche schneiden - Frühjahrsputz im Garten bis Anfang März erlaubt
Der Frühling steht in den Startlöchern, die Gärtner wollen hinaus in ihr grünes Reich. Kahle Stellen, schiefe Kanten - so manch eine Hecke benötigt einen sauberen Beschnitt oder sogar einen Radikalschnitt. Wer seine Hecken und Büsche vor der kommenden Gartensaison auf Vordermann bringen möchte,muss sich beeilen. Denn eine radikale Stutzung ist nur noch bis Ende Februar erlaubt.
Vom 01. März bis zum 30. September gilt ein Bestandsschutz, um Brut- und Lebensstätten von Tieren nicht zu gefährden.
Lediglich der Form- und Pflegeschnitt ist auch in den Frühjahr- und Sommermonaten erlaubt. Wer sich allerdings nicht daran hält, muss unter Umständen tief in die Tasche greifen. Bis zu 50.000 € Bußgeld kann bei Regelverstoß vermeintlich gezahlt werden.

Wer nun aber zur Säge oder Heckenschere greifen will, muss vorerst auf das Thermometer schauen. Denn das Beschneiden unter -5°C schadet der Pflanze. Durch den Schnitt wird der Ast zerquetscht und hat somit keinen sauberen Schnitt, der gut verheilen kann. Schauen Sie sich die Zweige vor dem Schnitt genau an. Wohin werden die Zweige und Äste wachsen, und wohin will man, dass die Hecke wächst? Es wird rausgeschnitten, was nicht passt. Als Faustregel gilt: bis zu ein Drittel kann beschnitten werden.

Hecke schneiden - darauf sollten Sie achten:
Idealerweise sollten Sie an trüben Tagen und bei bedecktem Himmel schneiden. Denn Hitze und Sonne kann zur Folge haben, dass Ihre Hecke austrocknet. Die Blattspitzen und Nadeln werden braun und unansehnlich. Insbesondere Eiben sind sehr empfindlich.

Die Wahl des richtigen Werkzeuges ist das A & O einer gut beschnittenen Hecke. Empfehlenswert sind bei großen Heckenmengen akkubetriebene Heckenschneider oder Elektroscheren. Sie sind leichter, geräuschärmer und umweltschonender als mit Benzin betriebene Heckenschneren.

Die Thuja ist eine beliebte Heckenart. Bei Hautkontakt kann der Lebensbaum allerdings unter Umständen Juckreiz und Hautrötungen hervorrufen. Daher ist eine richtige Arbeits- und Schutzkleidung wichtig, um unangenehme Hautreizungen zu vermeiden. Ebenso unerfreulich sind Kratzer von hervorstehenden Ästen und Zweigen, daher sind langärmelige Oberteile und Handschuhe von Vorteil.

Um nicht aus der Form zu geraten, sollte man vor dem Schneiden genau schauen, was beschnitten werden soll. Damit man auf der richtigen Höhe bleibt, kann eine gespannte Schnur hilfreich sein. Der Gartenfreund neigt dazu, die Hecke oben breiter zu schneiden, da die Triebe oben breiter wachsen. Das hat zur Folge, dass die unteren Zweige nicht ausreichend Sonnenlicht bekommen und nicht ordentlich wachsen können. Deshalb ist das Schneiden in Trapezform ratsam.

Das Beschneiden zum Frühjahr hin ist empfehlenswert. Mit den neuen Trieben ist der Sichtschutz nach kurzer Zeit wieder grün. Wer zum Herbst seine Hecken und Büsche beschneidet, sollte nicht zu spät damit anfangen. Denn es kann die Gefahr bestehen, dass die Hecken oder Büsche Frostschäden davontragen.



Brennholz machen - der richtige Umgang mit der Motorsäge und der Holzverarbeitung
Die kalte Jahreszeit kommt, der Ofen will beheizt werden - es wird Zeit Bäume zu fällen! Aber auch Kleingehölze und Pflegeschnitte im Garten kann man sehr gut und sicher mit den kleineren Motorsägen-Modellen von STIHL bearbeiten.
Mit dem Arbeiten von Motorsägen empfehlen wir einen Kettensägenlehrgang. Hier wird der sichere Umgang und das korrekte Fällen von Bäumen gelehrt. Denn Ihre Sicherheit geht vor! Doch bevor es heißt: "ran an die Arbeit", sollte man Verschiedenes beachten. Wir geben Ihnen einige Tipps für Ihr do-it-yourself- Projekt mit der Motorsäge.

Schutzkleidung:
Wichtig ist die Schutzkleidung - Hosen und Schuhe mit Schnittschutz, rutschsichere Handschuhe und ein Helm mit Gehörschutz und Visier. In der Betriebsanleitung können Sie nachlesen, welche Schutzkleidung Sie bei Ihrem Motorsägen-Model tragen sollten. Optimal wäre ein griffbereites Erste-Hilfe-Set sowie ein Telefon um schnelle Hilfe zu holen.

Höchste Priorität - sicheres Arbeiten:
Um das Zurückschlagen der Motorsäge zu vermeiden, sollten Sie keinesfalls mit Spitze der Führungsschiene ins Holz schneiden. In den Motorsägen-Modellen von STIHL ist ein QuickStopp eingebaut, der die Sägekette in einem Bruchteil von einer Sekunde stoppt. Prüfen Sie vor dem Sägen, ob die Sägekette korrekt gespannt ist, die Sägezähne geschärft sind und genügend Benzin im Tank vorhanden ist.

Immer auf Nummer sicher:
Der Gefahrenbereich um den fallenden Baum beträgt mindestens die doppelte Baumlänge, niemals in dem Bereich aufhalten. Fällt der Baum, sollte man sich 45°- Winkel vom Baum zurückbewegen.
Da kein Baum schnurgerade wächst, am Hang steht oder die Baumkrone einseitig Übergewicht trägt, sollte man dies beim Fällen einkalkulieren. Der Bereich, in dem Baum fallen wird, sollte man vorab untersuchen, um Nachbarbäume mit dem Baumfall nicht zu gefährden.

Richtiger Schnitt:
Setzen Sie den richtigen Schnitt für den Fällkerb an. Nur so kann der Baum kontrolliert fallen. Hilfsmittel wie der STIHL 2in1-Laser sind sehr nützlich und komfortabel. Wie man den optimalen Fällkerb setzt, können Sie im Kettensägenlehrgang lernen.

Vom Baum zum Brennholz:
Liegt der Baum, sollten Sie ihn zuerst entasten. Markieren Sie sich die Schnittstellen, wo Sie den Stamm durchsägen wollen. Achten Sie beim Zersägen des Stammes auf die Spannung. Um Gefahren zu vermeiden, sollten Sie je nach Druck- und Zugseite den Stamm ansägen. Haben Sie den Stamm zersägt, geht es nun ans Kleinholz. Solange es noch frisch ist, sollten Sie es zu Brennholz verarbeiten, entweder klassisch mit der Spaltaxt oder mit einem elektrischen Holzspalter. Das richtige Werkzeug bietet STIHL an (übrigens: ein umfangreiches STIHL-Sortiment finden Sie in unserem Laden).

Die optimale Lagerung ist regengeschützt und vor Schimmelbefall gut durchlüftet. Gutes Brennholz sollte ca. 3 Jahre trocknen.

Dieses kleine Motorsägen-Einmaleins dient lediglich als Einstieg. Höchste Priorität hat natürlich ein fachkundiger Kettensägenlehrgang. Denn nur so können Sie sicher mit der Holzverabeitung beginnen!